Mittwoch, 12. Februar 2020

Wasser

Plötzlich wird Lana, die in den Teich gestiegen ist um die Leiche mit Raphael ab zu nehmen, an den Füße gepackt und unter Wasser gezogen. Eine Flußnixe! Die Kreatur der Hölle taucht auf und versucht sie zu ertränken. Während die anderen die Kreatur bekämpfen, die mit düsterer Magie aufwarten kann, kämpft Lana mit dem Tod. Die Dorfbewohner fliehen panisch. Der Kampf tobt und die Nixe wehrt sich nach bestem können. 

Schließlich können die Jäger die Flussnixe besiegen und die Leiche des Müllers bergen. Sie finden im Rachen des Toten einen nassen Zettel anstatt der herausgeschnittenen Zunge. Es ist noch gut leserlich. Scheinbar handelt es sich um die Aufzeichnungen zu dem düsteren Ritual. Die Jäger können einges entziffern: Scheinbar soll Chaos entfesselt werden im Südwesten der Mühle, in der allerdings auch der Tote hing und die Nixe ihr Unwesen trieb. 

Doch steckt dahinter ein tieferer Plan? Die Notizen sind offenbar Teil eines größeren Dokumentes, welches aufgeteilt wurde. Man beschließt Pfr. Ott in Dattenfeld aufzusuchen. Dieser erkennt zwar den Zusammenhang zum Okkultismus und zur Teufelei, sagt aber er wäre kein Spezialist wie etwa der Inquisitor. Jedoch glaubt er es hänge mit dem Fest zusammen - jemand wolle es wohl sabotieren. Er fragt ob man den Freiherren besser informieren solle. 

Da der Pfarrer wenig helfen kann, beschließen die Helden zu den Zigeunern außerhalb des Jahrmarktes zu gehen. Die alte Marwa, die Anführerin, sagt auch, dass sie damit nichts zu tun habe und keine Informationen zu Dämonentümlerei oder Teufelsbeschwörungen hat. Die ist eher eine Wahrsagerin, kann aber auch die Jäger heilen durch gesunde Tränke und Verbände, sollte es nötig werden. Sie bietet - auch um den Verdacht auf eine Schud ihrer Gruppe abzuwenden - Hilfe an.  


Der Besuch beim Bärenführer Alvin offenbart, dass der Bär Bruno heißt und er von  Markt zu Markt zieht und ihn dort tanzen lässt. Der Bär wurde von Klein auf von ihm aufgezogen.  

Als die Helden wieder in Ihrem Gasthof beraten, was sie weiter tun können, taucht einer der Handwerker auf der berichtet man sei schon weiter gekommen in der Kirche, jedoch sei ein Teil des Gewöbes eingestürzt (offenbar war Feuchtigkeit in den Gips eingedrungen). Die Jäger untersuchen das Gebwölbe im Turm und stellen fest, dass die Gewölbedecke mit AQUA und dem Wasserdrachen eingefallen ist. Der Taufstein wurde auch schon angehoben. Durch ihre herausragende Intuition greift Lana unter den Taufstein und birgt eine kleine keltische Goldmünze! Der Taufstein wird in gemeinsamer Anstrengung mit den Arbeitern zur Seite gerollt. Es offenbart sich ein Grab mit einem Sklett und einigen Grabbeilagen. 

Auf Nachfrage beim Pfarrer erklärt dieser, dass die Kirche wohl auf der Thing-Stätte der Kelten - oder Germanen - errichtet wurde. Er hatte zwar nie Beweise, aber das Skelett deutet darauf hin, dass die Legende stimmt.... 
In der Kirche war ja auch ein König dargestellt, der gegen Heiden gekämpft hat. Entweder der Tote war dort zufällig, oder man hat den Taufstein extra (entweder als Zeichen der Dominanz oder zur Ehrung des Toten) genau auf sein Grab gestellt.... im Jahre 895 jedenfalls gab es die erste Erwähnung von Dattenfeld in einer Schenkungsurkunde an das Cassiusstift in Bonn, aber da gab es das Kichrspiel ja logischerweise schon länger.

Mit diesen Gedanken verabschieden wir uns von den Helden für heute bis zum nächsten mal... 

Donnerstag, 30. Januar 2020

Prolog


Durch Zufall waren sich einige Jäger in einem Ort namens Jakobsheim bei einem Kampf gegen Untote begegnet und hatten gemeinsam den Totenbeschwörer Gerold von Freyberg und den von selbigem wieder von den Toten erhobenen Ahn erschlagen.
In Gerolds fand Inquisitor Staufen einen schweren Silberring mit einem Symbol, welches er dem Chaos zuordnen konnte. Genauere Untersuchungen von Jeanne förderten eine Signatur „SFW“ oder „S+W“(?) zu Tage.
Jedoch wurde nicht klar, ob der Zauberer von Freyberg auf eigene Hand handelte, oder dieser Ring bedeutete, dass er sei gar Mitglied einer Gesellschaft oder Sekte sei, die vielleicht gar finsterster Teufelei des Chaos huldige.
Man beschloss in Ermangelung von Wissenden gen‘ Siegburg zu ziehen und mehr über die Signatur zu erfahren, vielleicht war es ja möglich einen Goldschmied zu finden der mehr über die Prägung der Signatur wissen würde.
Da der schnellste Weg über die „Alte Römerstrasse“, manchen auch als Eisenstrasse oder Kölner Straße bekannt, durchs südliche Bergische führt, zog die Gruppe dort entlang.

Auf zur Burg Windeck!


Nach zwei mühsamen Tagen auf Schusters Rappen begegnete die Gruppe einigen Soldaten und ihrem Feldwebel Balduin Schmidt (Ja, Balduin, wie euer Pferd), die einen festgefahrenen Ochsenwagen aus dem Dreck ziehen wollten. Nach kurzem Gespräch und dem Versprechen von freier Kost und Logis für die Nacht, halfen die Jäger bei dem Problem und begleiteten die Soldaten, über den Galgenberg und an einigen ärmlichen Katen und Weilern vorbei, zur Burg Windeck im Gleichnamigen bergischen Amt.
Man wurde dem Rittmeister Octavian von Wiesenfeld vorgestellt, der zustimmte denn Helden des Tages freie Kost und Logis zu gewähren, da sie die  wichtige Nachschublieferung gerettet wurden konnte (wie die Jäger mittlerweile herausgefunden hatte aus Schießpulver).
Man stellt sich vor, der Inquisitor beredet den Haushofmeister Dubois, dass alle Jäger am freiherrlichen Tisch speisen dürfen.
Man lerne diverse Amtsträger und Adelige kennen:


Burgbewohner 



Freiherr “Hochgeboren”   
Philipp-Conrad Betram von Nesselrode-Ehreshoven

 Gemütlichrr, naiv wirkender, zufriedener Typ, 
Freut sich auf das Fest, die Arbeit machen ja andere!
Richtiger Barockfürst, Wein und essen zugeneigt.
Versucht seine Frau immer etwas zu bremsen mit jovialen Spruchen die nichts bewirken
Schläuft wohl gerne aus 
Freifrau Hedwig-Amalia von Nesselrode-Ehreshoven

 Zicke, die sich hochnäsig über niederes Volk und andere Untergebene lustig macht und diese offen am Tisch runter putzt, eitel und ruhmessüchtig, offenbar unzufrieden mit ihrer Lage im windigen Eck und auf der kalten Burg; eifert dem Fest entgegen 
Hetzt über die gierigen Pfaffen im Kloster in Ehrenstein, die Urkundenbetrug begangen hätten um an den Hof Schladern zu kommen, weshalb sie beim Herzog in Düsseldorf klagt (...kommt auch aus der Stadt und langweilt sich in Windeck)
Matthias v. Nesselrode   10 Jahre 
Celeste (12 J.)
Henritte (16 J.)
Kind 4: krank im Bett

 Kinder
Octavian von Wiesenfeldt

Der schöne Rittmeister, Dragonerregiment des Herzogs. Offizier

Otto Klee
Zollmeister des Amts Windeck
Rundlich und zufrieden
Am nächsten morgen sehr früh beim Gebet 
Arbeitsamer Mensch 

Seine Ehren Bertram von Schönsiefen
Richter und Rentmeister des Amts, sehr alt. Kaum noch Zähne im Gesicht. Kann ohne Hilfe nicht mehr gehen, kommt kaum aus dem Sessel hoch. Sagt auch kaum etwas (schwerhörig). Kaut vor sich hin, versucht sich immer zu erheben wenn jemand Standesgemässes in den Raum kommt, schafft es aber nur für5 cm und fällt dann ins Polster zurück. 
Junker Theodor von Gauchel

Hochgeborener Ritter, Hof Gauchel bei Dreisel. Ein Hof der Burg, also direkter Vasall es Freiherren 
Roter Bart, Kräftig, ein echter Mann, der auch etwas so riecht und Auch einen solchen Appetit hat. 
Robert Gottstein
Verwalter des Hofs Schladern, wird von der Freifrau vorzugsweise gequält weil er den Hof für die Klosterbrüder in Ehrenstein verwaltet

Hofmeister Tobias Dubois

 Haushofmeister Tobias Dubois (aus dem Frankenland) zählt sich neben der Freifrau als einziger Kenner der Etikette. Ohne ihn wäre das Fest der Eröffnung gar nicht denkbar! Er umschwirrt jeden mit Titel und hofiert Adelige und Reiche, während alle anderen nur deren (ignorierbaren) Angestellten sind. Er ist ein Charmeur (und Schleimer) und giert nach Lob und Ansehen. Der Perfektionist ist immer sehr gut gekleidet und wahrt Anstand und Etikette.
 Als eiteler Pinkel im stets neusten Zwirn, Perrücke. Er ist der gebildete Franzose mit manieren, der den Hof schmeißt und das Fest vorbereitet


Governante Margareta Luise von Vierok
Format einer Walküre, schwarzes Kleid, streng drein blickend. Strenger Zopf. 

Zofe Klara von Waldenburg

unscheinbares Mäuschen
Jakobine von Wesel
Kindische Flirts mit Raphael, hat Taschentuch fallen lassen 
NICHT DA, verspätet sich und kommt erst Abends
Der Hofbarde
Patrick (von) Birkau
Dichter und Musiker, verpasst das essen weil er sich aufs Fest vorbereitet
NICHT DA 
Jagdmeister Frederik Reisch


Architekt des Jagdschlosses
Waldemar von Fries-Wolkenstein




(lernen die Helden am Morgen kennen)

Jagdschloss gebaut,Hilfe bei Montage der Glocke 

Burgkaplan
Pater Ernst (Blüm)

(Alles am nächsten Morgen nach dem Morgengebet erfahren)

Kaplan zu Burg Windeck Benediktiner). Pater Ernst ist ein freundlicher Mann, der die Kinder schulisch ausbildet und sich um das Seelenheil der Burgbewohner kümmert. Er verrichtet zudem einige Schreibarbeiten. Er verlässt die Burg höchst selten. Seine Kammer ist an die Sakristei der Kapelle angebaut. Dort hat er sein “eigenes Reich” und ist glücklich damit. Sollten ihn Hilferufe der Bevölkerung ereilen versucht er erst an den Pastor in Dattenfeld zu verweisen, im Notfall würde er jedoch auch die Burg verlassen. [ Er ist sehr Reinlich, etwas autistische Züge … “das ist nicht meine Zuständigkeit sondern die des Pastors des Kirchspiels”.] Trotz alldem ist er kluger Mann, der alle Bücher der Burg kennt und viel Theologie studiert hat. Grundsätzlich hat er sich einst auch mit reformatorischen Themen beschäftigt, dann aber aus theologischen Gründen für den Katholozismus entschieden und ist Mönch geblieben]
Er scheint vorsichtig zus ein und vor Okkultem umd allem "Düsteren" Angst zu haben, weicht schon bei Erwähnung solcher Dinge quasi zurück


Sonstiges auf der Burg
Unterhaltung mit  “der Ann”, Anne der Köchin der Burg.
Aufregung um die bevorstehenden Feierlichkeiten, es wird schon jede Menge vorbereitet und gekocht, eingemacht etc pp.   
Seltsame Ereignisse gab es in letzter Zeit nicht Gespräche der Küchenmannschaft und der Bediensteten zu dem Fest in Dattenfeld, Fragen ob man auch mal zeit hat dort hin zu gehen (etc.)
Alle wissen vom “geheimen” Überraschungs-Feuerwerk, welches der Freiherr geplant hat 

Man nächtigt auf der Burg, keine besonderen Vorkommnisse.
Am nächsten morgen Frühstück ohne Freiherr, nur einige Amtleute sind da und der Architekt stellt sich kurz vor. Ist aber sehr beschäftigt, da er neben den letzten Aufbauten für das Fest und am Jagdschloß auch Managen muss, die neue Glocke auf den Turm zu bekommen.  

Das Fest - was man bisher weiß.

Neben der Einweihung des Jagdschloßes, also einem Fest für die Adeligen und Reichen der weiteren Umgebung, dem sich der Freiherr - und seine Frau - viel Prestige versprechen (und evtl einen wirtschaftlichen Impuls wegen der Ausgaben?), gibt es noch eine kirchliche Feier: Die Weihe einer Glocke findet im Gesamtrahmen statt. Pfr. Ott aus Datteneld hat lange gesammelt und schließlich durch einige großzügige Spenden die alte Sturmglocke, die vor Feuer, Pest und Gewitter warnt, neu gießen können.
Am 1. Mai reist der Abt aus Siegburg an und weiht die Glocke, die am selben Tag noch erklingen soll. 
Gleichzeitig findet ein Jahrmarkt statt für das einfache Volk. In den Unterhaltungen hörte man schon von folgenden Gästen: 
- viele Kaufleute und Händler
- Bader / Medicus
- Bärentänzer, Gaukler, Schausteller - ein Zelt wurde aufgebaut
- Maibaum, Tanz, Gesang, 
- viel zu trinken und zu essen
- Viehmarkt 
- Zigeuner (werden nur Außerhalb geduldet) 
Da der Freiherr die Jäger nicht auf der Burg unterbringen kann, hat er ihnen versprochen als Dank für Rettung des Schießpulvers wenigstens für die nächsten Tage die Zimmer in Dattenfeld für sie zu übernehmen und welche zu besorgen (wahrscheinlich sind alle weg aber er hat ja Möglichkeiten). Am nächsten morgen ziehen die Jäger begleitet mit dem Knecht Pitter ins Dorf hinab und sehen aus der Ferne auch das erste mal das schöne Schloß am Berg ( Jagdschloß )  des Freiherren

Im Talkessel: Dattenfeld

Viele Gäste im Ort, das Fest wird auf der Dorfwiese aufgebaut. Eine Kirche auf einem Felsigen Hügel dominiert den Ort. Im Ort nur wenige Steinhäuser, eines ist etwas größer ( Haus Dattenfeld ). 
Pitter organisiert Zimmer beim "Höffer", einem Gasthaus. Das Dorf wird geschmückt mit Bändern und Grünzeug aus dem Wald, neben den normalen Tätigkeiten ist Vorfreude - selbst bei den Ärmsten - zu spüren.




Zuerst wendet man sich der Kirche zu, um Pfr. Ott zum Ring zu befragen. 

Kirche St. Laurentius 

Die hat einen Turm. Sie ist recht alt, aber aus Stein gebaut. Scheinbar steht sie dort schon seit vielen vielen Jahren, ihr Baustil ist sehr altertümlich (maximal Anfang der Gotik) und einfach. Das Dach ist aus Holzschindeln.  
Innen findet man ein Hauptschiff und ein später angebautes Seitenschiff. Die Kirche ist komlpett mit mittelalterlichen Fresken ausgemalt und dunkel aufgrund der romanischen Fenster. Das Gebäude ist ein romanischer Hallenbau, die Decke ist flach, ebenfalls bemalt. 

In den Boden, besonders in Altarnähe, finden sich viele Gräber von Rittern und Grafen der Burg Windeck 
Der gotische Altar ist aufklappbar und zeigt div. Bibelszenen, genau wie die Wände mit Heiligen- und Bibelgeschichten bemalt sind. Im Seitenschiff ist eine Laurentius-Statue zu finden, der Patron der Kirche. Als Anbau gibt es eine kleine Sakristei. Sitzbänke gibt es nur im Chor, wo auch Platz für den Freiherren und seine Familie reserviert ist. Sonst gibt es noch Plätze für die hohen Herren des Amtes. Das Volk muss stehen. 

Die Taufkapelle

 Der Taufstein ist im Turm untergebracht, wo ein einzelnes Fenster (Schießschacht) Licht spendet. Der Turm scheint der älteste Teil des Gebäudes zu sein. Wahrscheinlich war es mal eine Wehrkirche.
Im alten romanischen Turm befindet sich die Taufkapelle, deren Fußboden ca. 16 cm tiefer liegt als in der übrigen Kirche. In der Taufkapelle brennen Kerzen obwohl es Tag ist. In der Taufkapelle befindet sich ein romanischer Taufstein aus grauem Vulkangestein. 

Durch die Beleuchtung fällt auf, dass die Decke der Turmkapelle seltsam bemalt ist. Erst meint ein Besucher religiöse Zeichen zu entdecken, doch dann fällt auf, dass hier die Elemente dargestellt wurden.
  
Von der Kirche kommend in den Turm blickend ist an der gegenüberliegenden Seite ein Engel dargestellt. Unter dem Engel steht auf Latein “IGNIS” [=Feuer], rechts davon ist ein Bär an der Wand (TERRA =Erde), dann an der der Kirche zugewandten Seite ein Drache (AQUA=Wasser) und schließlich links ein Vogel (AER=Luft). Von allen vier Seiten (die offenbar Elemente darstellen), führt ein gemaltes Kreuz in der Mitte zusammen in die Mitte des Raumes, wo im Gewölbe ein Stern abgebildet ist.  
Jeweils zwischen Feuer und Wasser und zwischen Erde und Luft steht “CONTRA RIA” (~= gegen-ding) im Kreuz.  

An den Wänden der Kapelle sind drei Darstellungen zu sehen:
Links vom Eingang:  Adam und Eva und der Sündenfall (mit Granatapfel, Schlange usw), darunter der Brudermord (Kain und Abel), in der Mitte unter dem Engel (Feuer) die Taufe Christi durch Johannes den Täufer. Auch ist hier das einzige Fenster der Taufkapelle eingelassen, in dem der Heilige Geist dargestellt ist.  rechts: Karl der Große als Heiliger als Sieger über die heidnischen Sachsen. Die vierte Seite ist der Durchgang in die Kirche selbst.  

Handwerker haben begonnen ein Gerüst aufzubauen. 

“Ah, ihr habt den ältesten Teil der Kirche – unser Baptisterium – entdeckt.” es erscheint der Pfarrer des Ortes, Pastor Ott, wie aus dem nichts.   

Pastor Ott, 
röm.-kath. Priester, Pfarrer des Kirchspiels Dattenfeld
Etwa 60, groß gewachsen, graue Haare, dünn. Schwarze Soutane. 

Die Darstellungen in der Taufkapelle erklärt er so:  
Links: Adam + Eva, Kain+ Abel = Der Mensch ist Sündig, Warnung an die Gläubigen 
Mitte: Christus /Hl. Geist = Taufe, Errettung der Menschen, Reinwaschung von der Sünde 
Rechts: Karl der Große: Kampf gegen Heiden (Sachsen), Kirchspiel ist von 895, aber sicherlich ist die Zeichnung als Aufruf zu verstehen den Glauben zu wahren und zu verbreiten und zu verteidigen
Die Decke mit den Elementen stellt die Schöpfung in ihrer Gesamtheit dar, der Stern das All oder die Sonne. Und der Taufstein in der Mitte ist, auch wenn nicht besonders auffällig, aus einem Stein geschlagen. Das typisch rheinische Kesseltaufbecken ist von sechs Ecksäulchen umstellt und wirkt selbst wie eine Säule. Der eigentliche romanische Taufstein (vom Ende des 12. Jahrhunderts) ist ebenfalls Sechseckig und aus grauem Vulkangestein geschlagen. (Pfr. Ott vermutet, dass er aus der ehemaligen Basaltmine “Blauer Stein” geschlagen wurde, die wohl im Westerwald wenige Stunden Südlich beim Ort Leuscheid liegt)


Zum Ring kann er nicht viel sagen, er hält sich eher für einen Geschichtskenner des Mittelalters und des Ortes selbst. Aber er rät dazu, den Ring einzuschmelzen, da er erkennt, dass es sich um ein okkultes Symbol handelt, also des Teufels ist. 

Die neue Glocke muss durch die Decke der Kapelle nach oben. Die Decke wird dafür aufgestemmt und der Taufstein unten für diese Zeit an einen anderen Ort in der Kirche gebracht ( damit er nicht kaputt geht ).  Noch ist die Glocke nicht angekommen, aber wohl unterwegs.

Danach begeben sich die Jäger zu Ihrer Unterkunft, dem Gasthaus Höffer. Während sie die bereiteten gedämpften Rüben mit Schweinswurst essen platzt ein Jugendlicher in die Kammer, der verbreitet im nahe gelegenen Wilberhofen hätte es einen Toten gegeben, vielleicht gar ein Mord! 

Die Ackermühl


Etwa einhundertfünzig Schritt vom Dorf Wilberhofen entfernt steht die Ackermühle zwischen den Feldern. Man sieht, dass hier ein Bach angestaut wurde um ein Mühlrad zu betreiben. Über einen bewegliche Rinne kann Wasser auf das Mühlrad geleitet werden. So wird das Rad wohl auch abgeschaltet: Man schwingt die Rinne etwas zur Seite, so dass das Wasser nicht mehr auf die Schaufeln, sondern in den Kleinen Teich unterhalb des Wehrs läuft.  

Das Mühlrad scheint gerade gestoppt worden zu sein, denn das etwa Manngroße Mühlrad steht still.. Und nun wird klar, dass der Müller keines natürlichen Todes gestorben ist:  
Am Mühlrad hängt der junge Müller. Einst muss es ein schöner Mann mit blondem Haar gewesen sein, muskulös und mit hübschem Gesicht... Wahrscheinlich ein echter Frauenschwarm. Jedoch wurde er mit Armen und Beinen festgebunden, alle Gliedmaßen von sich gestreckt als wäre das Mühlrad ein Andreaskreuz. Auch um den Hals wurde eine Schlinge gezogen. Er trägt seine Handwerkskleidung, aber auf der Brust  prangt mahnend ein roter Fleck und scheinbar ist ihm auch Blut aus dem Mund gelaufen. Vielleicht ist ihm irgendwann beim laufenden Betrieb des Rades der Hals gebrochen sein, der Kopf hängt im irren Winkel vom Körper ab. 
Die Jäger betreten das Haus und finden einen verwirrten Wilberhofener, der gerade flüchten will. Er hat wohl das Rad angehalten und die schrecklichen Zustände im Haus vorgefunden: 
Das Haus hat 2 Stockwerke und einen steinernen Keller, oben ist der Wohnraum & Schlafbereich, EG Mühlkammer mit Lager + Werkzeug etc pp, Dach: Kornlager 
Anbau: Entenhäuschen (alle Enten sind im Häuschen in einer Ecke, nicht auf dem Teich!) 

Im Haus findet sich ein Kreis aus blutiger Asche (?) gemalt, auf dem in gleichem Abstand  befüllte Wasserkrüge stehen. In den unterschiedlichen Behältern ist schwarzrot verschlammtes Wasser, meist tote Tiere (Würmer, Krebse, Fische), alle treiben im Wasser, nur wenig zucken noch. 
Es stinkt nach Verwesung und Blut und schwarze Schlieren und Algen treiben im Wasser. 

Die Zeichnung ist noch leicht Nass, als wäre die Tat noch nicht all zu lange her(?)

Die große Zeichnung zeigt zwei Kreise auf dem Boden: 
In der mitte ein Drudenfuß im inneren Kreis. In der mitte des Drudenfußes ist das alchemistische Symbol für Wasser gezeichnet worden. 
Im äußeren Kreis ist ein achteckiger Stern. An 7 Ecken stehen die Krüge mit der Mischund aus Blut, gammeligen Wasser und Flußgetier, an der achten Ecke jedoch ist kein Krug sondern ein Wirbel gemalt. Dieser könnte für Verwirrung, Störung und Chaos stehen. Vielleicht soll das Element gestört werden. Es ist die Südwestliche Ecke, die in Richtung des Toten außen zeigt ( wäre keine Wand im Weg). 
Die Zahl 8 steht auch für Vollkommenheit, Wiederkehr und Unendlichkeit und wurde hier quasi symbolisch "gestört" durch den fehlenden Krug.
In dem Kreis muss der Tote gelegen haben, wahrscheinlich ist in den krügen sein Blut. 
Die Zeichnung ist sehr akkurat gezeichnet worden. 

Im Wohnbereich erkennt man, dass der Müller sich gewehrt haben muss. Sein Abendbrot liegt herum. Im EG (wo in der eigentlichen Mühle auch der Beschwörungsort ist) 

Im EG findet man den Abdruck eines Stiefels (!) - Eine oder vielleicht auch zwei Personen mit Stiefeln haben den Müller nach unten gezerrt. 

Da die meisten Leute Barfuß oder mit Holzschuhen unterwegs sind schon etwas auffälliger.  
Das einfache Holzkreuz der Wohnstube hat jemand umgedreht (Steht auf dem Kopf). 
Alles voll Blut ,  Schleifspuren zum Ententeich. 

Die Helden steigen ins Wasser um den Toten abzunehmen. Sie Stellen fest, dass im Mund des Toten keine Zunge mehr ist! Stattdessen krabbeln und wimmeln hier auch kleine Krebse, tote Fische. Plötzlich schrecken Sie auf, als.... --- und hier endet die Geschichte für heute.